Buch über schwabacher Erbbrauhäuser

Auch wenn Schwabach kein einziges Brauhaus mehr hat, gibt es doch einige, die viel geschichtliches darüber recherchiert und in einem Buch zusammengetragen haben.

Ulrich Distler und Klaus Huber haben sich mit der Geschichte der Erbbrauhäuser (Kommunenbrauereien) in Schwabach beschäftigt. In Schwabach gab es einmal zur besten Zeit 50 Brauhäuser. Das Brauhandwerk war hier schon im 14 Jh. angesiedelt. Die Bierkeller zeigen heute noch die Spuren von damals. Auch wurde an der Stadtmauer Hopfen angepflanzt und die Braugerste kam aus der direkten Umgebung.

  • 1530 existierten in Schwabach neun Erbbrauhäuser
  • 18. Jahrhundert gab es in der Stadt insgesamt 28 Brauhäuser.
  • 1755 Bierbrauer Georg Mattäus Forster kaufte das Anwesen Pinzenberg 4 ein Wohnhaus, Dörr- und Malzhaus und Sommerkeller
  • 1761 Sommerkeller wurde wieder verkauft
  • 1816 Forsters Sohn kaufte die Anwesen Hördlertorstraße 12 und 14 mit der Gastwirtschaft „Zum weißen Falken“
  • 1879 Johann Georg Forster richtete Hördlertorstraße einen Dampfkessel ein und wurde zur Dampfbierbrauerei, Auch enstand eine Malzfabrik und er war auch der erste Schwabacher Brauer, der sein Bier in Flaschen mit Bügelverschluss abfüllte
  • 1890 kaufte Forster die Wirtschaft „Zum roten Hahnen“ in der Zöllnertorstraße 2 und Gasthof „Zum Schwarzen Bären“
  • 1889 im Gasthof „Zum Schwarzen Bären“ entstand der Bärensaal
  • 1891 Maschinenhaus mit Kälteerzeugungsmaschine entstand in der Nördlichen Ringstraße 18
  • 1896 Johann Forster kaufte Gaststätte „Zum Bahnhof“ (später „Volksgarten“) und baute Bierhalle bauen
  • 1898 „Volksgarten“ fand das erste Schwabacher Volksfest statt
  • – Gegenüber der Brauerei Forster befand sich die Brauerei von Johann Quinat
  • Lisette Ruck heiratete den Brauer Johann Georg Quinat
  • 1899 Brauerei übernahme des Ehepaares
  • 1903 entstanden die „Vereinigten Brauereien Ruck & Quinat“
  • 1912 Zusammenlegung der „Brauereigesellschaft Schwabach AG“ und der Vereinigten Brauereien Ruck & Quinat“ zum „Brauhaus Schwabach AG“
  • 1920 schloss sich der Betrieb schließlich der Brauhaus Nürnberg AG an
  • Brauhaus Nürnberg AG kaufte die Braukontingente der Brauereien Georg Fuchs, Michael Knöllinger (beide in den Benkendorferstraße) sowie der Gebrüder Rösch (Friedrichstraße)
  • 1930 Der Schwabacher Betrieb wurde bis in die 1930er Jahre als weitgehend selbständige Brauerei geführt
  • 1950er Jahren gab es in Schwabach um die 70 Gaststätten, 44 davon schenkten Bier des Brauhauses Nürnberg aus.
  • 1979 wurden die Brauereigebäude in der Nördlichen Ringstraße und der Nördlichen Mauerstraße abgerissen

Beide Autoren schreiben auch gleich auf der ersten Seite, dass sie den tiefsten Wunsch haben, dass sich in Schwabach wieder das Brauwesen ansiedelt. Weiterhin kann man bei Ihnen Braustadtführungen buchen.

Links:
http://www.nordbayern.de/region/schwabach/geschichte-der-schwabacher-brau-ag-und-ihrer-familien-1.4325293?rssPage=U2Nod2FiYWNo
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkm%C3%A4ler_in_Schwabach

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