Bier aus Malzextrakt mit Regnitzhopfen

Heute haben wir direkt beim heissen Wetter gleich neben dem Grill und dem Pool noch ein Bier gebraut. Allerdings ganz easy aus Malzextrakt, dass wir noch kanisterweise von einer Bonbonfabrik hatten. Das Besondere dabei war, dass wir wilde Hopfenblüten genommen haben, die wir am Wegesrand im Regnitztal letztes Jahr gepflückt hatten.

Darüber hinaus musste das Malzextrakt nun weg, da es anscheinend auch bereits im Kanister zu gären begonnen hatte. Im Prinzip haben wir auf 20L soviel Malzextrakt bei fast kochendem Wasser hineingegeben, dass wir auf ca 12°P gekommen sind. Im kalten Zustand waren das dann ca 16°P. Nach dem deutlich zu erkennenden Eiweisbruch haben wir den Hopfen ordentlich hinzugegeben.

Schließlich haben wir den Sud ca.1 Stunde mit dem Malzextrakt gekocht und ganz simpel in ein Gärfass und durch einen daran befestigten Damenstrumpf gefiltert. Vorher hatten wir noch einen Whirlpool erzeugt. Damit ging das Herauslaufen aus dem Hahn ziemlich gut.

Das war mal wieder ein wirklich schnelles Brauen. Aber bei dem heissen Wetter heute will man einfach nicht den ganzen Tag bei Hitze Bier herstellen, sondern lieber die Zeit am Grill und im Pool verbringen.

Am nächsten Tag wurde einfache Backhefe aus dem Supermarkt zerbröselt hinzugegeben und kräftig belüftet. Auch wenn es sich dabei nicht um eine Reinhefe handelt, die viele andere Vergärungsprodukte erzeugen kann, wollten wir das ausprobieren. Die Gärung hat ziemlich schnell begonnen. Nach einer Woche war das Bier fertig zum Abfüllen in Flaschen.

Zusätzlich wurde nach der Hauptgärung noch ein Sack mit dem Wildhopfen hinzugegeben, der mit Murmeln beschwert wurde. Ein erster Test des Bieres ergab einen trotz Backhefe überraschend guten Geschmack. Es erinnerte ein wenig an Weissbier und hatte auch einen leicht dem Wein ähnlichen leichten säuerlichen Geschmack. Dies führe ich auf Nebenprodukte der Backhefe, wie Esterverbindungen, die bei Verbindung von Alkohl und Säure entstehen zurück.

09.08.2018 – Test

Das Bier wurde auf zwei unterschiedliche Arten vergoren. Das Linke Bier wurde direkt nach dem Ansetzen in eine Sektflasche gegeben unddort vergoren. Das rechte Bier erst ausgegoren und dann unter nochmaliger Zugabe von Malz in die Flasche abgefüllt.

Beide Biere wiesen einen sehr hefigen Gecshmack auf. Wobei das linke Bier noch durch seine Spritzigkeit etwas malzig süffig daherkam. Das rechte Bier war aber leider nicht sehr genießbar und hatte ausser einem sehr starken bananenartigen Aroma auch viele unangenehme Fremdaromen darin. Das Fazit aus diesem Brauexperiment war, dass Brothefe einfach nicht zum Bierbrauen taugt und leider den schönen Sud ungenießbar gemacht hat.

Schreib was dazu!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.