Braurezept: Cascade Single Hop IPA

Der Cascade Hopfen ist einer meiner Lieblingssorten. Er ist sehr aromatisch fruchtig, blumig. Dazu ist er wenig bitter. Er ist und war sehr lange der Hopfen für IPAs und der CraftBeer Brauer. Aus dem Grund wollte ich einmal ein reines Cascade Bier Kaskator ausprobieren, indem nur mit Cascade  in allen Hopfengaben gearbeitet wird.

Rezept – Kaskator – Indian Pale Ale (West Coast):

Ausschlagwürze: 20L
Hauptguss: 17,7L
Nachguss: 11,5 L
Sudhausausbeute: 65%
Stammwürze: 13.8%
Bittere: 35 IBU
Farbe: 26 EBC
Alkohol: 5.9 %

Malze:
Pilsener : 1.32kg (2,5-4,5 EBC)
Münchner Malz: 920g (20-25 EBC)
Cara Hell: 920g (20-30 EBC)
Cara Red: 570g (40-60 EBC)
Wiener Malz: 400g (6-9 EBC)
Haferflocken: 140g
Sauermalz: 160g (2,5-12 EBC)
Insgesamt: 4,43kg

Maischplan:
Einmaischen: 60 °C
1.Rast: 57 °C für 20 min
2.Rast: 63 °C für 35 min
3.Rast: 73 °C für 20 min
Abmaischen: 78 °C
Würzekochzeit: 90 min

Der Einfachheithalber ersetze ich die Maltoserast und Zuckerrast durch eine Kombirast. Die Kombirast kann aus der Länge der Maltoserast mit einer Faustformel berechnet werden: Kombirast°C = 70°C – ( Maltoserast(min) / 10) = 67°C ca. 60 min bis Jodnormal.

Hopfen:
Hallertauer Cascade (Vorderwürze): 23 g, % α-Säure
Hallertauer Cascade: 7 g, % α-Säure, 70 min
Hallertauer Cascade : 23 g, % α-Säure, 20 min
Hallertauer Cascade: 27 g, % α-Säure, Whirlpool
Hallertauer Cascade: 80g, Stopfhopfen

Gärung und Reifung:
Hefe: Safale US-05 Vergärungsgrad 81%
Gärtemperatur: 20 °C

Rezept für meine Brausteuerung.

08.03.2020 – Brautag

Maischeanlage im Gartenschuppen aufgebaut. Hier kommt nun zum ersten Mal mein angepasstes Rührwerk im neuen Topf zum Einsatz.

Nachdem Aufheizen werden alle Malze in 17L 57°C heisses Wasser eingemaischt. Die Temperatur sinkt so auf 55°C und bleibt dort erstmal für 10Min zum Einweichen.

Die 11L Nachgusswasser hab ich schonmal auf den Herd gestellt und langsam auf 78°C gebract, während die Kombirast lief.

Nachdem die Jodprobe keine Stärke mehr angezeigt hat, konnte die Kombirast beendet werden und zum Abmaischen auf 78°C hochgeheizt werden.

Während des Hochheizens hab ich schonmal den Cascade Hopfen und weitere verwendete Gegenstände vorbereitet.

Jetzt konnte geläuetert werden. Dabei reichten 2L Vorlauf in einen Messbecher aus, bis die Vorderwürze klar war. Hier befinden sich einfach noch zu viele Trubstoffe, die durch das Absetzen sich unten im Topf angesammelt haben.

Diese 2L wurden wieder zurückgegeben. Damit nach der Läuterruhe die Treberfilterschicht und die abgesetzten Trubstoffe nicht wieder aufgewirbelt werden, hab ich vorsichtig die 2L übere inen Schaumlöffel zurückgegossen

Zum eigentlichen Läutern legte ich schonmal Cascade Hopfen in den Läuterbottich. So sollen angeblich Hopfenalkohole entstehen, die ein besonderes Aroma bilden.

Die 11L Nachguss waren dann auch schon soweit.

Der Nachguss (Anschwänzen) wird ebenfalls vorsichtig über den Treber gegeben.

Das Läutern hab ich bei einer Stammwürze von 11°P bei 76°C aufgehört. Dies hat mit den 11L Nachguss ganz gut gepasst.

Nachdem der Treber aus dem Topf herausgeschaufelt und der Topf wieder sauber war, ist die Würze wieder in den Topf zurückgegeben worden und das Kochen konnte beginnen. Dabei wurde gleich zu Kochbeginn die erste Cascade Hopfengabe verabreicht.

Nach 20 Minuten kam auch schon die dritte Cascade Hopfengabe.

Und am Kochende kommt die letzte Cascade Hopfengabe hinzu.

Jetzt wurde auch kräftig umgerührt, um den Whirlpool zu starten, damit sich ein schöner Hopfentrubkegel am Topfboden bilden kann.

Nach 30 Minuten und 85°C konnte ich durch den Filterstrumpf die Würze filtern.

Einen Teil der Würze (150ml) habe ich abgezweigt und in den Kühlschrank für das Starten der Hefe später gestellt.

Der Rest der Würze kam im Bottich in das kalte Poolwasser zum Abkühlen auf 20°C. Zusätzlich hab ich aber noch 2L heisses Wasser dazugegeben.

Nachdem die Würze im Kühlshrank 20°C erreicht hat, hab ich den Hefebeutel darauf gestreut und 15Minuten gewartet und sie dann darin eingerührt.

Die gestartete Hefe habe ich dann zur Würze in den Bottich gegossen.

Dabei hab ich gleich nochmal die Stammwürze von 13°Brix bei 20°C gemessen.

Anschließend die angesetzte Würze mit einen Farbrührer belüftet.

Jetzt kann die Hefe bei 21°C das Arbeit beginnen.

09.03.2020 – Hopfenstopfen

Nachdem die Hauptgärung nach 24h so richtig in Gang gekommen ist, ist es Zeit für die erste Hopfenstopfengabe. 80g Cascade kommt in den Filterstrumpf. Dazu noch zwei Teelöffel zur Beschwerung. Mit einer Klammer wird der Filterstrumpf verschlossen.

Und ab damit in den Sud. Ich werde den Eimer jeden Tag etwas schwenken, bis einen Tag vor Umfüllung, damit sich die tote Hefe absetzen kann.

15.03.2020 – Hopfenstopfen die Zweite

Und nochmal eine neue Ladung Cascadehopfen gegen den Alten ausgetauscht.

Bei der Gelegenheit hab ich auch nochmal den scheinbaren Vergärungsgrad bestimmt. Mit dem Refraktometer hab ich 8,5°Brix gemessen. Damit sind erst 34% scheinbarer Endvergärungsgrad bestimmt und 2,4%vol Alkohol erreicht.

16.03.2020 – Abfüllen ins Fass

Auch wenn die Hauptgärung vielleicht noch nicht durch ist, so hab ich das Jungbier doch schonmal ins Fass ohne Speise abgefüllt. Ich hab auch irgendwie das Gefühl, dass das Hopfenstopfen während der Hauptgärung diese abbricht oder verlangsamt.

Das Fass hab ich auf 0,5Bar CO2 aufgefüllt.

Und mit einem Spundventil versehen. So sehe ich, ob sich noch etwas tut. Den rest hab ich in Flaschen abgefüllt.

Links:
https://github.com/sky4walk/brew_recipes/raw/master/Kaskator.bml
https://github.com/sky4walk/brew_recipes/raw/master/Kirschbier-BrausteuerungLog_26.03.2018.csv
https://zwieselbrau.wordpress.com/2016/03/30/mikrosikaru-brausteuerung-v3-bluetooth/
https://www.maischemalzundmehr.de/index.php?inhaltmitte=rezept&id=1083&suche_begriff=kaskator&factoraw=20&factorsha=65&factorhav=5.8&factorha1=5.8&factorha2=5.8&factorha3=5.8

https://www.hobbybrauerversand.de/mediafiles/Datenblaetter/Fermentis/SFA_US05_DE.pdf


https://brauerei.mueggelland.de/vergaerungsgrad.html

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