Oettingen

Oettingen ist ein Ort im Donau-Riess, der an der B466 zwischen Gunzenhausen und Nördlingen auf halber Strecke liegt. Bekannt ist Oettingen für sein Oettinger Bier. Dabei hat die Brauereigruppe mehrere Standorte. Eine davon ist nach wie vor in Oettingen.

Das Oettinger Bier war in Deutschland eine zeitlang das meist verkaufte Bier und hat immer noch einen hohen Marktanteil (8,5 Mio. hl 2019). Radeberger gehört zu der grössten Brauerei Deutschlands (11,8 Mio. hl 2019). Zu Radeberger gehört auch Tucher und Radeberger selber gehört zum Oetker Konzern. der grösste Konzern der Welt ist Anheuser Busch aus Belgien (567 Mio. hl. 2019) gefolgt von Heineken Niederlande (233,8 Mio. hl 2019), China Resources Breweries (121 Mio. hl 2019), Carlsberg Dänemark (112,3 Mio. hl 2019), Molson Coors Brewing Company USA/Kanada (96,6 Mio. hl 2019), Tsingtao Brewery Group China (80,3 Mio. hl 2019), Asahi Japan (57,9 Mio hl), BGI/Group Castel Frankreich (40,5 Mio. hl 2019), Yanjing Beer Company Ltd. Cina (38,0 Mio hl 2019) und Efes Group Türkei (31,8 Mio hl 2019). In Deutschland ist es nach Radeberger Gruppe (11,8 Mio. hl 2019) die TCB Beteiligungsgesellschaft (8,6 Mio. hl 2019) für Supermärkte, Bitburger (6,6 Mio. hl 2019), Krombacher (6,3 Mio. hl 2019), Paulaner Brauerei Gruppe (6 Mio. hl 2019) und Warsteiner (4 Mio. hl 2019) (Quelle).

Viele Hobbybrauer scheuen das Oettinger wie der Teufel das Weihwasser. Besonders durch den hohen Marktanteil versucht man viele Geschmäcker gleichzeitig zu treffen und verliert dabei den einzelnen Konsumenten aus dem Blick mit einem geschmacklichen Einheitsbier.

Der Spruch „Oettinger reift auf der Autobahn“ zeigt abwertend, wie effizient Oettinger die Bierproduktion beherrscht, um die teure Lagerzeit zu verkürzen. Dabei hilft ihnen auch der Filterstoff Polyvinylpolypyrrolidon (PVPP, E1202), um kopfschmerzverusachende Heferückstände, wie Diacethyl (C4H6O2) schnell entfernen zu können. Allerdings ist bei vielen Kleinbrauereien gern zum Klären verwendetes Filtermaterial, wie Gelatine oder  Kieselgur auch nicht unbedenklich, besonders bei der Entsorgung letzteres.

Trotzdem behaupte ich, dass kein Brauer morgens aufsteht, um am Tag ein schlechtes Bier zu produzieren. Ich behaupte, dass Oettinger ganz genau weiß, wie man qualitatives Bier herstellt und hat den Prozess so gut optimiert, dass sie einfach durch die effiziente Massenproduktion ein günstiges Bier herstellen können. So wäre es möglich ein starkes helles Bier herzustellen, aus dem unterschiedliche Biertypen abgeleitet werden. Zum Beispiel kann, vereinbar mit dem deutschen Biergesetz dunkles Malzextrakt zugesetz werden, um daraus ein dunkles oder durch verdünnen mit Wasser ein helles Bier zu produzieren.

Diese Effektivität in der industrialisierten automatisierten Bierproduktion für einheitliche Massenbiere mag man nicht mögen, aber auch handgemachte Biere (CraftBeer) sind kein Qualitätsmerkmal für gute Biere. Hier spreche ich auch aus eigener Erfahrung, dass ich schon so manches Bier produziert habe und ich froh war, dass es bald wieder weg war.

Aber als Franke ist man natürlich auch in gewisser weise Stolz darauf, dass es so viele Brauereien im Umkreis gibt, dass man nicht gezwungen ist auf ein Bier von weit weg zurückgreifen zu müssen. So think global, drink local.

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