Braurezept: Instant Bier – Muntons Premium Lager Beerkit

Im July war wieder das Braufest vom Schwabacher Brauverein e.V. und bisher habe ich dort eigentlich immer selber gebraut. Allerdings wollte ich diesmal lieber mich den teilnehmenden Gästen ihre Fragen beantworten und Gespräche führen. Aus dem Grund habe ich mir gedacht ein Instant Bier herzustellen. Dabei handelt es sich um ein gehopftes Malzextrakt.

Die Herstellung der fertigen 20L Bierwürze dauert dabei höchstens 30 Minuten.

Ich hab mich für ein Lagerbier entschieden.

24.07.2021 – Brautag

Zur Herstellung wird lediglich ein Topf mit Herdplatte und ein 25L Eimer benötigt. Zugesetzt wird dem Malzextrakt noch 1kg Haushaltszucker. Der Eimer sollte gut zum Beispiel mit Spiritus desinfiziert sein.

Im Deckel der 1,5kg Malzextraktdose befindet sich ein Beutel mit obergäriger Trockenhefe.

In den Topf werden 3,5L Wasser aufgekocht. Während des Aufheizens wird die DOse in das Wasser gestellt. So wird das zähe Malzextrakt in der Dose durch die Hitze etwas flüssiger.

Nachdem das Wasser kocht, kann das Malzextrakt aus der Dose in das kochende Wasser eingerührt werden.

Anschließend wird das in Wasser aufgelöste Malzextrakt in den Gäreimer gegeben und mit 20L kaltem Wasser aufgefüllt. Sobald die Temperatur unter 27°C gefallen ist, kann die Trockenhefe darauf gestreut werden.

Anschließend wird die angestellte Würze zum Gären gestellt.

26.07.2021 – Versuch mit Gärung von rohen Kaffeebohnen

Heather Denny von der schwabacher Kaffeerösterei Blauehauskaffee experimentiert sehr viel mit verschiedenen Kaffeesorten und Röstverfahren. Eine Idee war es die rohen Kaffeebohnen mit aromatischem Hopfen zu fermentieren. Dabei gab Sie mir 2kg äthiopischen Natural Beans Kaffee.

Die rohen Bohnen werden zusammen mit Hopfen in einen Eimer gelegt. Die Bohnen haben noch eine Pektinschicht (ebenfalls eine Zuckervariante) herum. Unter Fermentieren beim Kaffee versteht man diese Schicht zu entfernen. Dies kann auch manuell passieren, allerdings ist der Treick dabei es schnell und schonend zu vollziehen.

Asnchließend kommt frische angesetzte Bierwürze dazu. Hier hab ich 10L von der aktuellen Bierwürze genommen.

Beide Gäreimer bleiben nun so lange stehen, bis die Gärung vorbei ist.

31.07.2021 – Abfüllen ins Fass

Das Bier ist nun ganz ausgegoren und wird nun ins Fass umgefüllt. Das Refraktometer zeigt 4°Brix an.

Auch probiert hab ich das Bier. Es schmeckt sehr dünn und alkoholisch. Ich denke, das kommt hauptsächlich dadurch, dass noch Zucker asl Gärmittel hinzugekommen ist. Ansonsten kommt es einem Lagerbier schon nahe. Trotzdem sind einige Gärnnebenprodukte durchd ie warme Vergärung bei 23-25° festzustellen. Vielleicht wäre hier eine etwas kühlere Gärung besser gewesen oder zumindest unter Druck.

Die Bohnen im zweiten Fass habe ich herausgenommen. Zum Teil haben sie schon das Keimen begonnen. Hier wäre eine kürzere Fermetierzeit von zwei Tagen besser.

Anschließend habe ich sie auf ein Ofenblech verteilt.

Bei ca 70°C Umluft hab ich die Bohnen über 2-3h bei etwas geöffneter Ofentür trocknen lassen.

Die Pektinschicht um die Bohne hat sich schon soweit ganz gut gelöst.

Im Sieb konnte ich die bröselige Pektinhaut noch etwas abschütteln.

Anschließend sind die Bohnen zum Rösten in den Ofen bei 190-200°C gekommen (nicht vorher).

Irgendwann fangen die Bohnen an, wie Poppkorn umherzuspringen. Dies nennt man den 1. Crack. Ab diesem Zeitpunkt kann man die Bohnen bereits verwenden. Lässt man sie länger darin kann man den Röstgrad einstellen. Espresso ist zum Beispiel wesentlich dunkler. Allerdings kommt irgendwann der 2. Crack, der nicht überschritten werden darf.

Optisch konnte ich keine 2. Crack erkennen und habe die Bohnen nach 30 Minuten herausgenommen.

Die hellen Stellen ist noch die Haut der Bohnen.

Das Ergebnis sieht dann schon gut geröstet aus.

Das Bier, in dem die Bohnen fermentierten reift nun im Fass. Die Bohnen an sich sind weniger aromatisch.

10.08.2021 – Aufkarbonisieren

Heute hab ich die zwei NC Kegs auf 2,5 Bar aufkarbonisiert und weiter bei 4°C im Kühlschrank reifen lassen.

16.08.2021 – Test

Heute hab ich einmal das Bier aus den zwei Fässern probiert. Das erste war sehr klar, hatte eine leichte Schaumkrone und schmeckte nach einem Bier ohne viel Geschmack. Es war nicht schlecht, aber auch nichts besonderes.

Im zweiten Fass hatte ich ja eine Zeit lang rohe Kaffeebohnen eine Woche lang gelagert. Es war wesentlich dunkler. Das Kaffeearoma war sehr intensiv, der Schaum war gut und stabil. Das Bier war aber leider untrinkbar. Es schmeckt nach purem Kaffee, säuerlich und sehr bitter. Leider musste ich den Inhalt wegkippen, da es einfach nicht zu trinken war. Aber es war ein interessantes Experiment.

Links:
https://www.brauverein-schwabach.de/
https://brauen.de/bierkit-muntons-premium-lager
https://www.blaueshauskaffee.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Pektine

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