Läutermanometer

Damit beim Läutern keine grosse Läzterkatastrophe entsteht, muss das Läutern am Auslasshahn zuglos vonstatten gehen. So entsteht kein Unterdruck und der Treber zieht sich auch nicht zusammen. Was man bei kleinen 20-Liter Anlagen mit einem Trichter bewerkstelligt, findet man bei traditionellen Brauereien in Form eines Läutergrants mit Schwanenhals. Doch diese Einrichtungen verschwinden immer mehr in modernen Brauanlagen und werden durch Pumpen ersetzt, wie man sie auch zum Beispiel in HERMS und RIMS Anlagen findet.

Das Problem dabei ist aber, dass durch die Pumpe ein Unterdruck unterhalb des Läuterbodens entstehen kann, wenn die Pumpe mehr absaugt, als Würze durch den Treber nachkommt. Hier entsteht dann ein Unterdruck und der Treber droht zu verdichten. Damit dies nicht passiert, braucht man erstens eine durchflussregelbare Pumpe, wie ich sie auch schon für den Nachguss verwendet habe. Je nach Zufluss kann die Pumpleistung eingestellt werden. Doch, um zu wissen, dass die Pumpleistung nicht zu stark ist und kein Unterdruck entsteht, braucht man noch eine Druckmessung unterhalb des Schlitzbodens. Hierzu gibt es eine simple Lösung. Dazu wird einfach ein Schlauch am Auslasshahn zur Pumpe abgezweigt, der senkrecht am Topf nach Oben geht. Im Idealfall, entspricht die Füllhöhe hm im Schlauch dann der im Läuterbottich ht+hw . Sinkt der Füllstand hm unter hw+ht, sind ist das ein Zeichen dafür, dass ein Unterdruck unter dem Läuterboden herrscht und die Pumpleistung reduziert werden muss. Manche Brauer verwenden gar nicht so ein Läutermanometer aus dem Füllschlauch, sondern, haben an der Stelle ein Schauglas hängen, an dem sie sehen können, wie der Durchfluss ist. Trotzdem will ich die Lösung des Läutermanometers hier kurz vorstellen, da sie auch recht kostengünstig ist.

3-Zinke Drehgelenk Klemme, Stabil Dreizackig Single Einstellbar, Mehrzweck 360° 3-Prong

T-Stück kurz TRI-CLAMP 1,5″ ID 15mm Lgegenüberliegend=70mm Labgang=50mm (260g)

PVC Schlauch Aquariumschlauch Wasserschlauch Luftschlauch klar Lebensmittel konform EU A,B,C, Freig 20% Alc. Meterware Größen (Innen-Ø 13 mm, Außen-Ø 17 mm, 1,5 bar, 2 m)

Schlauchschelle 12-22mm

Schlauchtülle 13 mm Gerade Tri-Clamp Flanschgröße 50,5mm (1,5″ Tri-Clamp) dI=9 mm. Aussendurchmesser dA=13 mm (0,1kg, Größe 4 × 5 × 5 cm).

Tri-Clamp Pumpe

Zusammenbau:

Der Anschluss des Schlauches erfolgt über die Tülle am Tri-Clamp T-Stück.

Mit einer Schlauchschelle wir der Schlauch daran befestigt.

Das T-Stück mit dem Schlauch daran wird zwischen Pumpe und Kugelhahn geklemmt.

Der Schlauch wird auf die Topfhöhe gekürzt und senkrecht nach oben geführt. Dort wird sie an dem Drehgelenk befestigt. So kann der Druck unterhalb des Senkbodens anhand der Füllhöhe abgelesen werden und die Pumpleistung dementsprechend angepasst werden.

Links:
https://zwieselbrau.wordpress.com/2020/10/22/50l-brauanlage-laeuterbecken/
https://zwieselbrau.wordpress.com/2022/01/13/pumpe-fur-nachgusstopf/
https://www.amazon.de/Jcevium-Teilige-Tri-Clamp-Hochleistungs-Silikondichtung/dp/B099KB5BDR
https://www.amazon.de/stonylab-Einstellbar-Schwenkgummi-Beschichtete-Laboreinsatz/dp/B07XFD6SZQ
https://www.amazon.de/Schlauch-Aquariumschlauch-Wasserschlauch-Luftschlauch-Lebensmittel/dp/B08MZ656YX
https://www.amazon.de/VARIOSAN-Schlauchschellen-10322-Spannbereich-Bandbreite/dp/B09166N997
https://www.crafthardware.de/produkt/schlauchtulle-13-mm-gerade-tri-clamp/
https://www.braupartner.de/T-Stueck-kurz-TRI-CLAMP-1-5-ID-15mm
https://braumagazin.de/article/laeutertechnik/

Ein Gedanke zu “Läutermanometer

  1. Hallo Andre, ich habe einen kleinen Schwanenhals am Läuterschlauch und der Schwanenhals hat am höchsten Punkt eine Bohrung mit einen kleinen Aufatz. So kann kein Unterdruck im Läuterbottich entstehen.





    anbei Bilder von meinem Läuterbottich. Er ist etwas zu groß, schadet aber nicht. Mit der Schlauchklemme drossele ich den Durchfluss, über das Pizzablech schwänze ich an. Die ersten Liter Läuterwürze gebe ich über das Pizzablech zurück. Sauerstoff beim Läutern hat in den Brauereien einmal eine Rolle gespielt, Warstein hatte sogar CO2 auf den Läuterbottich gegeben. Heute macht das sicherlich keiner mehr. Das warme Wasser zum Überschwänzen hat eh wenig Sauerstoff. Ich denke es ist viel wichtiger blank abzuläutern. Ich schaffe es sehr oft mit meinem Läuterbottich ohne aufzuschneiden abzuläutern. Anfangs stelle ich mein Vorlaufgefäß etwas höher, damit der Sog nicht zu groß ist.
    Übrigens meiner früherer Chef läutert mit einer Obstpresse ab, mittels Gummibalg und Wasserdruck werden die Treber ausgepresst.
    Jetzt reicht es erstmal Viele Grüße Hans

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